Radio und Musik in Zeiten von Smartphones

Vergleicht man die Art, wie wir Musik und Radio vor zwanzig Jahren hörten, mit heute, fallen einem in manchen Bereichen große Unterschiede auf.

In der Zeit vor Anbietern wie Spotify, SoundCloud oder Apple Music wurde unser Geschmack noch durch Radiosender, MTV, VIVA und Chartshows definiert. Je nach persönlicher Vorliebe hatte jeder seinen bevorzugten Radiosender oder sein bevorzugtes Programm im TV. Für die ganz modernen unter uns wurde das Internet auch schon früh als Netradio genutzt – unter anderem um zu hören, was in den USA so gespielt wurde. Damit war man dann schnell anderen Musikliebhabern voraus und kannte schon früher die neuesten Hits von morgen. Die Alben oder Singles der Favoriten unter den verschiedenen Bands und Einzelkünstlern wurden zum Schluss dann im Handel gekauft. Somit konnte sich jeder seinen Lieblingskünstler oder Song immer und immer wieder anhören. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Musik begannen wir zuerst unsere Lieblingssongs auf CDs zu brennen, bevor MP3-Player und iPods die CDs ablösten. Damit stand den persönlichen „Mixtapes“ nichts mehr im Wege.

Plötzlich konnten nicht nur zehn bis zwanzig, sondern hunderte Lieder gespeichert und immer wieder abgespielt werden. Dass die meisten dieser Lieder höchstwahrscheinlich illegal heruntergeladene Dateien von Diensten wie Napster, KaZaA oder Bearshare waren, ließ viele Jugendliche und junge Erwachsene kalt.

Es sollte noch knapp zehn Jahre dauern, bis auch dieser Trend durch einen neuen abgelöst wurde. Einen legalen Trend. Streaming war das Schlüsselwort und mischte den Markt mit Diensten wie SoundCloud, Spotify und Tidal auf.

Wo Hörer vorher noch kuratierte Musiklisten im Radio oder im Fernsehen hörten, konnten Abonnenten dieser Dienste sich an einer Liste von Millionen an Titeln bedienen. Nebenbei begannen Algorithmen unseren Geschmack zu analysieren und mit Liedern, die geschmacklich zu uns passen sollten, zu verstärken.

Nicht nur Musik ist vom Radio und Fernsehen auf unsere Smartphones und Computer gewandert. Heute gehören Podcasts neben der Musik zu den beliebtesten neuen Medienformen, während Jugendliche und Erwachsene weiterhin munter ihre Lieblingshits bei Spotify rauf- und runterhören.

Der Trend setzt natürlich voraus, dass man im Besitz eines Smartphones ist. Zwar besitzt heute so gut wie jeder ein Smartphone, aber oftmals ist der Kauf eines neuen Geräts ein teures Unterfangen. Viel zu selten denken Leute daran, ihr altes iPhone lieber zu verkaufen, statt es in eine Schublade zu legen oder wegzuwerfen, oder sich ein aufbereitetes iPhone oder Smartphone bei https://mresell.at/ zu kaufen statt gleich ein neues Gerät. Gebrauchte Smartphones umfassen so gut wie alle Anwendungsmöglichkeiten der neuen, vor allem wenn es um das Abspielen von Musik und Podcasts geht. Im Gegensatz zu den neuen und teuren Modellen bieten gebrauchte Modelle jedem die Möglichkeit, ein Smartphone zu besitzen.

Es bleibt abzuwarten, was die Zukunft für das Radio und die Musik im Allgemeinen bringt. Fest steht jedoch, dass wir heute mehr und mehr Wert auf unseren eigenen Geschmack legen. Das hat wiederum Einfluss auf unsere Neugier, was neue Musik angeht. Während wir als Hörer immer mehr Macht über unsere Musikvorlieben haben, wird es sich zeigen, wer die neuen Kuratoren der Zukunft werden. Momentan sieht es so aus, als übernähme YouTube diese Rolle.

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